Freitag, 26. September 2008

Moppel zeigt türkische Bilder


Hier wollen wir die fehlenden Bilder nachreichen :



Festung Kilitbahir an den Dardanellen



das trojanische Pferd - in Canakkale, gefiel uns besser als in Troja selbst

neun Städte übereinander
unser schöner, einsamer
Stellplatz
Alexandreia Troas
Bogenbrücke von Assos
weiter Blick von der Akropolis Assos
Pergamon
Von Pergamon zog es uns wieder ans Meer nach Foca

Moppel auf den Spuren Homers und Alexanders

Am 15.9. verließen wir unseren Südseestrand auf Gelibolu nach ausgiebigem Nutzen der kostenlosen Waschmaschine und überquerten den Hellespont ( Dardanellen ) auf dem kürzesten Weg wie Alexander der Große - nur eben mit einer uralten Fähre.
Nach Durchquerung der quirligen Stadt Canakkale - wir waren jetzt in Asien - waren die Ausgrabungen von Troja unser nächstes Ziel. Dort gab es nicht nur ein nachgebautes Holzpferd von 1975 zu sehen, sondern neun Schichten von Ansiedlungen verschiedener Jahrtausende übereinander gaben ein beeindruckendes Bild. Vor unseren Augen begann die Homers ILIAS wieder aufzuerstehen.

Der unbekannte Küstenteil der Troas mit den Höhepunkten Alexandreia Troas und Assos war für die nächsten zwei Tage unserer Aufenthalt. Wir übernachteten einsam am Meer und taten uns eine lange aber schöne Radtour immer entlang der Küste bei Dalyan bergauf und - ab an. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt, die Dörfer sind noch sehr ursprünglich - teilweise sogar etwas ärmlich. Der Tourismus bestand an diesen Tagen fast nur aus Moppel und uns. Assos mit seiner Akropolis gewährte uns weite Blicke über die grüne Küstenlandschaft, nachdem wir die alte vierbogige osmanische Brücke bewundert haben.

Dann ging es weiter an der Bucht von Edremit, welche ab Kücükkuyu von neuen und älteren Sitesis( Feriensiedlungen) der Türken zugepflastert war. Bei einem Badestop kamen wir mit einem Schwarzwaldtürken ins Gespräch, der uns stolz über seine Ferienwohnung berichtete, welche er mit seiner Frau von Mai bis Oktober bewohnt - anschließend genießt er seinen Ruhestand bei Kindern und Enkeln in Deutschland. Rente reicht aber in Türkei länger .... Da der Strandabschnitt sehr verschmutzt war, meine er - darauf angesprochen - manche Türken seien im Bezug auf die Umweltverschmutzung eben A - löcher.

Die Nacht verbrachten wir auf einem sehr schönen Campingplatz unter hohen Kiefern direkt am Strand. Das alte Betreiber - Ehepaar, mit dem wir ins Gespräch kamen, sagte uns, daß sie aufgeben werden. vermutlich wird in einiger Zeit auf dieser grünen Oase ein Hotelklotz in den Himmel ragen. Leider treffen wir diese Situation immer wieder an - wie bereits vor vier Jahren. Wohnmobile werden hier seltener, teilweise sahen wir tagelang nicht ein einziges.

Nächstes Ziel sollte die Inselwelt um Alibey gegenüber der griechischen Insel Lesbos sein, um dort ausgiebig zu paddeln. Leider ist auch diese schöne Landschaft mit fertigen und oftmals unfertigen Ferienanlagen zugeklotzt. Dieser Trend setzte sich die nächsten fünfzig Kilometer entlang der Küste fort. Wir wandten uns mit Grausen und fuhren weiter nach Bergama ( Pergamon ) Ein schöner Platz in der Stadt nahm uns auf - wir waren die einzigen Gäste - und sofort ging es per Taxi auf die hoch über die Stadt ragende Akropolis. Alle Busse mit den Touristenmassen waren fort und auch hier oben waren wir fast die einzigen Besucher. Einmal wieder kletterten wir die Antike rauf und runter. Tempel, Theater ( das steilste der antiken Welt ), Säulen und Straßen waren zu bewundern. Die im Berliner Pergamon - Museum zu sehenden Stücke wie Zeus - Altar und Tor zum Athena - Heiligtum stellten wir uns hier in der originalen Umgebung vor. Das osmanische Sultanat schenkte diese Kostbarkeiten dem deutschen Kaiserreich als Dank für geleistete Waffenhilfe.

Nachts weckte uns lautes, rythmisches Trommeln. Später erfuhren wir, dass in der Ramadan - Zeit die Gläubigen in der frühen Dunkelheit vernehmbar daran erinnert werden, vor Tagesanbruch noch einmal ordentlich zu futtern. Ab Sonnenaufgang muss dann wieder gefastet werden.

Am nächsten Morgen ging es wieder auf direktem Weg an die Küste. Entlang dieser bewegten wir uns in den nächsten Tagen weiter. Darüber werden wir in unserem nächsten Blog schreiben. Wir sitzen heute ganz im Süden auf der Halbinsel Resadiye in Datca am Hafen in einem Cafe. Leider lassen sich die zu diesem Blog gehörenden Bilder nicht hochladen,wir versuchen es beim folgenden.

Beim weiteren Reiseverlauf gibt es eine einschneidende Änderung. Wir werden am 14.10. wieder Richtung Griechenland aufbrechen, um eine Fähre am 21. nach Venedig zu erreichen. Leider habe ich am Auge ein Problem und dafür am 3.11. einen Termin in der Uni - Klinik Heidelberg.

An alle, die uns am 4.10. besuchen werden : das Wasser ist schön warm und das Wetter noch etwas unbeständig, aber mit angenehmen Temperaturen.

Samstag, 13. September 2008

.....und ab in die Türkei II.Teil

Nun noch die Fortsetzung - zwischendurch wollten wir in den glasklaren Meereswogen noch einige Male schwimmen. Das ist wichtiger als das Notebook.

Nördlich der Halbinsel Chalkidiki legten wir einen Ruhetag an einer einsamen Stelle direkt am Meer ein. Wir waren ganz für uns und anstatt zu wandern, waren intensive Schwimmübungen angesagt. Das Wasser war glasklar und über 25 ° warm. Ungern verließen wir den Platz, um uns wieder etliche Kilometer weiter nach Nordosten zu begeben. Dem Marmorlöwen begegneten wir an der alten Brücke über den Strymon, die er bewacht. Er stammt aus der Zeit um 480 v.Chr. Als der Erbauer erstmals sein mächtiges Kunstwerk fertig betrachtete, stürzte er sich vor Scham in die Fluten - er hatte die Zunge vergessen. Diese Art der Verantwortung würde heutzutage manchem Architekten auch anzuraten sein.......




Gemeinsames Ziel war das Tal des Flusses Nestos hinter der Stadt Kavala. Am Ende des befahrbaren Tales nahm uns ein schattiger Stellplatz auf, von dem aus wir eine nette kleine Wanderung starten wollten. Daraus wurden fünf Stunden schweisstreibende Arbeit den steinigen und sehr schmalen Weg hinauf und hinunter. Und dann kam der Urwald unten am Fluss. Da wir unsere in Südamerika erstandene Machete nicht dabei hatten, mussten wir vorzeitig umkehren.
Unter, über und neben dem Weg verläuft eine spektakuläre Bahnlinie hoch hinauf in den Norden.


Diese Tunnel tragen die Nummern 29 und 30, zehn davon haben wir um - über - und unterwandert












weite Sandbänke an den Biegungen





Und dann hat uns noch einmal die totale Abenteuerlust gepackt - allerdings unfreiwillig, allein ohne unsere Begleiter. Ein neuer Atlas, vor einer Stunde gekauft, wies uns einen bisher unbekannten Weg entlang der Küste Richtung Alexandropolous. Er ging durch die Anfänge der Ausgrabungen von Ismara, einer Stadt aus der Zeit Herodots. Plötzlich war an Umkehr nicht mehr zu denken. Moppel und wir fuhren 18 Kilometer Schotterstrecke. Wir waren bislang der Annahme, schlechtere Straßen als in Patagonien und den Anden könnten nicht kommen. Aber es kam schlimmer. Für die geringe Entfernung brauchten wir 3 Stunden. Wir räumten Felsbrocken aus dem Weg, füllten Querrinnen mit passenden Steinen, Ziegenhirten schauten uns ungläubig nach, die Kupplung stank bestialisch, die Reifen machten Radiergummi.

Und dann kamen uns drei Bulgaren in einem Audi entgegen. Eine heftige Diskussion entbrannte darüber, wer nun zu irgend einer nicht vorhandenen Ausweiche zurücksetzen sollte.
Moppel nicht. Der Audi setzte schließlich einen Abhang hinauf und Elinor wies mich millimetergenau mit den rechten Rädern am Abgrund entlang. 1/3 der Reifenbreite hing über. Der Agua Negra mit 4.750 m Höhe am 18. Januar war fast ein Leckerbissen dagegen.

Unsere Seiten sind noch verkratzter als bisher, der Innenraum sieht beinahe aus wie nach der Ruta 40, der Staub ist wieder überall.

Wir können es eben nicht lassen.

Otto und Renate trafen wir wieder in Alexandropolous, hatten dort ein letzes gemeinsames Abendessen und fuhren noch am nächsten Tag gemeinsam über die Grenze. In einer halben Stunde hatten wir die Grenzformaltäten ohne die geringsten Probleme erledigt. Der türkische Halbmond an der Frontscheibe erfreut auch hier wie in allen anderen bereisten Ländern die dortige Landesflagge.


Begegnung der besonderen Art an den Dardanellen :
-Traumschiff vom Club Mediterrane an Frachter-

Heute abend haben wir noch eine Radtour - 200 Höhenmeter auf 8 km - zu den Schlachtfeldern von 1915 gemacht. Eine sanfte und grüne Natur hat die Narben und Wunden von damals überdeckt, die Gedenkstätten haben wir uns nicht angesehen. 250.000 Menschen ließen auf wenigen Quadratkilometern ihr Leben. Ein aktiver Tourismus aus England, Frankreich, Australien und Neuseeland sorgt dafür, dass die Mahnmale gut besucht werden. Auf unserem angenehmen Campingplatz an einem landschaftlich schön gelegenen Hotel leisten uns 19 britische Wohnmobile Gesellschaft. Ein großer Reisebus hat sie über Militärmuseen, Beinhäuser und Gedenkstätten gefahren.
Wir schauen nach vorn und freuen uns über die freundlichen Menschen in der Gegenwart.
Morgen machen wir aus gutem Grund noch einen faulen Tag. Die Inglese verlassen uns um 09.00 h, dann stehen wir hier nur noch fast allein.
Bis zum nächsten Mal -
E. + J.


Über die griechische Bergwelt in die Türkei I.Teil

Liebe Leser,

nachdem die letzte Seite etwas verunglückt war - beim Senden war immer gerade die voraus bezahlte Zeit beendet, versuchen wir die Nr. 3. Heute, am 13.9. stehen wir an einer "Südseeküste" auf der Halbinsel Gelibolu, besser bekannt als Gallipoli direkt an den Dardanellen. Aber wir wollen Euch erst einmal über die letzten Tage berichten.

Nach einer schnellen Eingewöhnungsphase an die griechische Lebensart verließen wir am 3.9. unseren Traumplatz am Meer, um uns tief in den Bergen an der Vikos - Schlucht mit unseren Rosenheimer Freunden Renate und Otto zu treffen. Auf einer Wiese auf 1.300 m trafen wir uns zu einer ersten Bergwanderung an den Balkon ca. 900 m senkrecht über der tiefsten Schlucht der Erde, bezogen auf das Verhältnis von Breite zu Tiefe.



Ein plötzlich aufziehendes Gewitter beendete die Wanderung abrupt und wir kamen im Laufschritt und klatschnass wieder zurück zu unserer Wagenburg. Die offene Luke über dem Bett sorgte auch hier für eine feuchte Überraschung. Nach einer Stunde wieder Sonnenschein - Glockenklang um uns herum erinnerte daran, dass Ziegenherden einziger Reichtum der wenigen Menschen in dieser Bergwelt sind. Ein alter Ziegenhirt erbat dann auch eine Parkgebühr in der Wildniss dafür, dass seine Hunde uns des nachts vor Bären, Wölfen und Räubern schützen. Ein € pro Fahrzeug erzeugte ein solches Glücksgefühl bei ihm, dass er am nächsten Morgen beim Frühstück noch einmal kassierte. Wahrscheinlich hatten seine Hunde nachts einiges zu tun .......aber hier trifft es immer den Richtigen.
Morgens war es zwar auf 1.300 m um 07.00 h mit 6° Außentemperatur recht kalt, was uns aber nicht davon abhielt, in der Morgensonne draußen zu frühstücken. Inzwischen war auch das Bett wieder trocken.Da war es dann etwas wärmer.....

Am nächsten Morgen besorgten wir uns im neu erbauten Infozentrum bei Monodendrion Wanderkarten und andere Informationen für die nächsten Tage. Das kleine Dorf Vikos war unser nächstes Ziel, von dort aus steil hinunter in die schmale Schlucht, eine Strecke im Bachbett entlang und dann einen im wahrsten Sinne Atem beraubenden Weg wieder hinauf. Die einzige kleine Taverne im Ort musste einiges in die Gläser und auf den Teller bringen, bis wir wieder erquickt waren. Die Nacht verbrachten wir direkt am Ufer des rauschenden Voidomatis - Flusses,

nachdem wir vorher noch die Orte Papingo und Mikro - Papingo( 19 enge Kehren) rauf und wieder runter wieder runter "gebrommt" waren. Das Ziel dort oben - nach dem Reiseführer der "schönste Badeplatz Griechenlands" war leider wegen Wassermangels nicht nutzbar.

Eine Wanderung ganz anderer Art am nächsten Tag führte uns immer den Voidomatis entlang zu einem alten Kloster.Ein Wanderweg, wie er nicht schöner sein kann, unter hohen Platanen, über Stock und Stein, oftmals war die steile Uferböschung in alpiner Art zu erklettern und auf Händen und Füßen wieder herab zu steigen.







Bei Rückkehr zum Stellplatz wartete eine alte Brücke darauf, bewundert zu werden. Spät am Nachmittag badeten wir noch in dem eisigen Wasser, die Erfrischung war perfekt.

Nächster Tag einige Kilometer weiter - die Schluchten von Vikos und Voidomatis lösten wir durch die Aoos - Schlucht ab, einem weiteren Höhepunkt der griechischen Bergwelt. Ziel war nach zwei Stunden steil bergauf das alte Kloster Moni Stomiu, welches nach vielen Jahren des






Verfalls wieder zu neuen Leben erweckt wurde.
Vier Mönche freuten sich über den Besuch - und einer der Arbeiter begrüßte uns freundlich in gutem Deutsch. Er hatte viele Jahre als Bäcker in Deutschland gearbeitet und berichtete über sein Leben dort und jetzt hier. Obst und selbst Gebrannten bot er uns an, die Mönche offerierten uns türkischen Honig.
Anschließend suchten wir in den Bergen Richtung Kastoria einen schönen und ruhigen Übernachtungsplatz. Leider war der Stellplatzführer trotz neuester Ausgabe an einigen Punkten nicht mehr aktuell und einige Plätze waren nicht mehr vorhanden. Das hielt uns nicht davon ab, zwei kleine Straßen hinauf zu fahren - dort wurden dann die Wendemanöver etwas haarig. Moppel hinterließ an einer engen Wendestelle tiefe Spuren mit dem Heckrahmen im Asphalt.

Nach spektakulären Löscharbeiten an einem Waldbrand und der Überwindung des höchsten Passes im Oros - Gebirge fanden wir doch noch eine gute Ruhemöglichkeit - Platz zum Grillen inbegriffen.








Der Prespa - See, angrenzend an Griechenland, Albanien und Makedonien war der nächste Höhepunkt. Gutes Essen gab in der angenehmen Umgebung einer Taverne, die von gut deutsch sprechenden Geschwistern geführt wurde. Sie bediente uns mittags und abends mit wohlschmeckenden Gerichten, er und ihr Töchterlein brausten in schneller Bootsfahrt mit uns vieren zu alten Eremitenhöhlen und einem kleinen Kloster ( 129 Stufen und Schlangenwarnung) über den See bis fast an die albanische Grenze. Nachmittags wurden wir noch mit gerade selbst geernteten Paprika aus dem Garten beschenkt. So machten uns beide den Abschied von den Bergen etwas schwer.

Am nächsten Tag ging die Fahrt erneut durch Löscharbeiten bei einem Waldbrand Richtung Küste, abends aalten wir uns endlich wieder in den warmen Fluten bei Stavros. Soweit die Berge, in Kürze folgen noch einige Zeilen über die restlichen Tage in Griechenland.


Herzliche Grüße -

Elinor & Jürgen





































Dienstag, 2. September 2008

Griechenland hat uns in den Armen
























Seit den letzten drei Tagen sitzen wir bei 32 Grad Luft und 27 Grad Wassertemperatur im Traumland direkt am blauen Wasser in der ersten Reihe. Täglich mit der Paddelyacht unterwegs, 5 - 6 mal im Wasser schwimmen und abends lange bei Kerzenschein ohne Jacke.








Unsere Stationen der Anreise :

Füssen mit Blick auf Neuschwanstein und einem langen Spaziergang im strahlenden Sonnenschein amForggensee,




doch abends wurde es bitterkalt


Weiter ging es über den Fernpass und den

Reschen nach Lasa im Vinschgau mit

Blick auf viele Dreitausender. Der geplanten Bergwanderung konnte sich Jürgen durch eine Begegnung mit Montezuma entziehen und verbrachte einen Tag in der Koje.


Verona mit "Carmen" in der Arena,









Cesenatico bei Rimini am Meer,







dann in Ancona auf die Fähre


























und mit 28 Knoten durch die ruhige Adria nach Igoumenitsa gebraust, dabei einen wunderbaren Sonnenuntergang über der Halbinsel Gargano genossen.


















Morgen geht es weiter in die Berge Richtung Albanien zum Wandern. Wann wir uns erneut wieder melden, steht noch aus. Lest solange Karl May : Durch das Land der Skipetaren .........


















Herzliche Grüße


















Elinor & Jürgen