Mittwoch, 5. November 2008

Moppel auf dem Heimweg

Nach dem Intermezzo " Blaue Reise" war ein langsamer Kurswechsel Richtung Heimat angesagt. Die Untersuchung in der Augenklinik verlief befriedigend, so dass wir etwas gelassener wieder on the road gehen konnten.

Abschied von der lykischen Halbinsel in der jetzt einsamen Bucht von Katranci









von Cesme nach Chios - fast wurde der kleine Moppel erdrückt.

Von dort weiter mit der Fähre in Nachtfahrt nach Athen

Noch in der Dunkelheit kamen wir um 7.00 h in Piräus an - gleich weiter in
die Berge Richtung Delphi




Lunch über den Wassern an einer Quelle, aus der bereits die Götter tranken



Sonnenaufgang am 17.10. an der Hängen des Parnass, dem Spielplatz der Götter



In Delphi, diesem wohl berühmteste Heiligtum der Antike, wollen wir das Orakel erst nach 15.00 h befragen, wenn die Reisebusse fort sind. Leider war hier bereits um 14.15 Uhr Kassenschluss - also konnten wir die Pythia nicht mehr befragen








Aber wir hatten noch freien Zugang zu wichtigen Teilen der Ausgrabungen





Dafür trafen wir die lebendige Gegenwart - eine junge Familie aus Radebeul, die mit Rädern, Zelt, Kinderanhänger mit zweijähriger Tochter und einem fünfjährigen Sohn mit dem eigenen Fahrrad unterwegs waren.

Übrigens sind die 3 schon die Carreterra Austral in Südamerika geradelt und ohne Kinder über die Anden durch Peru und Bolivien. Da hatten wir abends viel zu erzählen.

Hier wird am Golf von Korinth die Geburtstagsode auf das Schwesterlein verfasst





Naftpaktos - eine sehenswerte alte Stadt -









nahe der Brücke über den Golf nach Patras




Venedig zeigt sich morgens beim Einlaufen als verschleierte Schönheit
Auf der Weiterreise Richtung Gardasee war Vicenza eine sehenwerte Unterbrechung. In der Stadt des Baumeisters Palladio kam endlich die Sonne aus dem Hochnebel


Sirmione, weit im Gardasee gelegen, gönnte uns einen Stellplatz direkt am Wasser und einen schönen Abendspaziergang






Südtirol schenkt uns noch einmal vier sonnige Tage - hier auf 2.200 m Höhe mit weitem Blick über das Sarntal zum Rosengarten



Über den Reschenpass und durch den Arlbergtunnel ging es an den Bodensee nach Lindau. Von dort führte uns unser Weg über Basel und Ladenburg direkt ins herbstliche, nasskalte Fischerhude, während in Griechenland und der Türkei sämtliche Temperaturrekorde gebrochen werden. Aber "c´est la vie"!
Liebe Grüsse an alle, die unsere Reise verfolgt haben
Elinor & Jürgen






Sonntag, 12. Oktober 2008

Eine kleine Kreuzfahrt zwischendurch

Von unserer kleinen einwöchigen Seereise wollen wir euch einige Eindrücke übermitteln. Am 4.10. gingen wir mit acht Paaren an Bord der " Prenses Lila ", die restlichen acht Bremer Buttjer kamen morgens auf dem Airport Dalaman an. Um 16.00 h konnten wir aufs Schiff.


Es war noch genau so gepflegt, wie vor vier Jahren, der Kapitän sowie der Koch ( der wichtigste Mann )
gehörten noch immer zur Crew. Jeden Abend wurde eine andere Bucht angelaufen, dort geankert, noch einmal geschwommen und dann gab es leckeres Essen.

Zur Bucht von Dalyan machten wir einen Ausflug mit einem kleineren Schiff. Erst entlang der Küste, an verschiedenen Höhlen vorbei und dann ging es durch endlose Schilfkanäle bis zu den Ausgrabungen der alten Stadt.


Auch hier gab es ein Theater, römische Bäder, eine Agora und noch viele andere alte Steine.


Besonders bekannt sind hier die Felsengräber, die sich malerisch an den Steilhang schmiegten.
Die Rückfahrt über die offene Bucht von Dalyan wurde sehr bewegt und wir begannen, die Schwimmwesten zu zählen. Aber, wie immer : et hätt mal weder jot jejange.


Einer der zahllosen Badestops in türkisblauem, mindestens 26 Grad warmen Wasser.






Und das ist die passende Bucht dazu !
Für Shiplover einige Daten :
LüA 36,00 m, Breite 6,60, Tiefgang 3,50, 2 x 440 Hp - ganz aus Teakholz gebaut




Landgang in Bozborun








Ein Spaziergang mit Blick von oben auf die "Lila", doch den Ausflug mussten wir fluchtartig wegen einer Mückenarmada beenden. Schnell kam das Beiboot herbei um uns zu "retten", anschließend hieß es nur noch kühlen im Wasser!





Am letzten Tag wurde richtig gesegelt. Alle vier Segel mit knapp 600 qm Fläche zogen uns mit der atemberaubenden Geschwindigkeit von 4,4 Kts. über die Bucht von Fethiye . Der Motor wurde ausgestellt und eine himmlische Ruhe kehrte ein.


Abends ankerten wir dann noch in einer kleiner Bucht und am Samstag Morgen nach ausgiebigem Schwimmen und gutem Frühstück ging es dann schnurstracks in den Hafen von Göcek zurück zum Abschied nehmen und Ausschiffen.
Es war wieder Mal eine schöne Unterbrechung und eine Ruhepause für Moppel. Morgen geht es dann weiter, erst zum Augenarzt in Fetiye und dann Richtung Cesme. Für den 15.10. haben wir die Fähre nach Chios gebucht und am 16.10. geht es weiter nach Athen. Aber darüber gibt es dann einen neuen "Blog".
Es grüßen ganz herzlich
Jürgen und Elinor


Freitag, 3. Oktober 2008

An den Küsten der Südägäis

Nach dem eher gemütlichen Städtchen Foca kamen wir schnell in den Einzugsbereich der Großstadt Izmir. Bereits 30 Kilometer vorher in Menemen zogen sich endlose Wohnsiedlungen aus Hochhäusern in Pastellfarben die Berge hinauf. Izmir wollten wir umfahren, aber eine Baustelle führte uns direkt in die Innenstadt. Endlang der Küstenpromenade durchquerten wir nicht abreissende Vorstädte, dann hielt uns der Verkehrsmoloch umfangen. Irgendwann ließen wir die Stadt hinter uns und eine Stunde später waren wir auf der Halbinsel Karaburun wieder in der Türkei vor fünfzig Jahren. Eine lange Suche nach einem schönen Übernachtungsplatz führte uns nach Mordogan. Traumstrände hätten wir nur mit Allradantrieb anfahren können, ein anderer Platz an einem malerischen Fischerhafen wurde uns durch tiefe Schlammlöcher verwehrt. Vor kleinen Ferienhäusern bemühten wir uns, den Bewohnern nicht die Sicht aufs Meer zu verstellen, der Strand lag dafür zwei Meter vor Moppels Haustür und lud sofort zum Bade. Eine freundliche Anwohnerin schenkte uns am nächsten Morgen ein Schälchen Oliven.

Für die Umrundung der Karaburun brauchten wir fast den ganzen nächsten Tag, sahen uralte Dörfer, verlassene ehemals griechische Siedlungen und riesige Neuanpflanzungen von Olivenhainen.



Nach einem Kurzbesuch in Cesme zur Klärung von Fährverbindungen suchten wir einmal wieder einen den Sandstränden gegenüber von Chios nahen Übernachtungsplatz. Fehlanzeige - die schönsten Buchten mit feinstem Südseestrand waren an Araber und Russen verkauft. Vor dem Supermarkt sahen wir endlich einmal wieder ein Reisemobil mit deutschem Kennzeichen. Wir warteten die Insassen - ein nettes Ehepaar - ab und konnten ihnen zu einem unbekannten Platz folgen. Es war ein Parkplatz an einem kleinen Beachclub mit Restaurant. Dort waren die beiden Stammgäste, wir hatten einen unterhaltsamen Abend und erfuhren noch viel über Land und Leute, weil sie lange ein Haus in der Nähe hatten und echte Türkeikenner waren. Zum Abschied schenkte uns der Wirt drei Melonen - so entlastet man die Haushaltskasse.


Teos lag am nächsten Tag auf der Strecke, wir fanden zwar nicht die Ausgrabungen, aber dafür einen freundlichen Fischhändler, der uns gleich auf Deutsch ansprach und zwei frische Doraden zum Abendessen verkaufte.


In den wenig bekannten Ausgrabungen von Claros waren wir die einzigen Besucher






Stellplatz am Palmenstrand von Pamucak nahe Ephesos und Kusadasi






Rast auf einer Radtour nach Kusadasi über viele Höhenmeter mit schönen Ausblicken - hier die "Queen Victoria" und drei weitere Kreuzfahrer



Beeindruckende Reste der einst bedeutenden Stadt Priene





Der nie vollendete Apollotempel von Didyma






Der Bafa - See, einst eine Meeresbucht und durch Schwemmland des Flusses Mäander irgendwann v.Chr. vom Meer getrennt. Auch Priene und das nahe Milet waren einst Hafenstädte und verloren ihre Bedeutung, nachdem sie vom Meer abgeschnitten waren. Hier übernachteten wir in einem kleinen Dorf auf einem Minicamping mit dazu gehörendem Restaurant - ein Tip unserer Bekanntschaft aus Cesme. Mit dem Wirt wanderten wir vier Stunden durch eine teilweise alpine Berglandschaft und die Reste der alten Städte Latmos und Herakleia. Auch diese teilten das Schicksal von Priene und Milet. Besonders interessant und schwer zugänglich waren Eremitenhöhlen aus der Christenzeit mit leider von Muslimen zerkratzten Ausmalungen. Der Islam duldet keine Abbildungen von Gesichtern.

Weiter über Milas und Mugla auf die Halbinsel Resadiye mit Zwischenstop an der Bucht von Gökova, hier Blick auf Datca.
Die Halbinseln sind grün, wenig touristisch vermarktet mit hohen Bergen, kleinen Buchten und Inseln. Stundenlang ging es kurvig und steil auf mittlerweile guten Straßen durch eine sehenswerte Landschaft.

Nach einigen kräftigen nächtlichen Regenfällen erwacht die Natur






Selimiye auf der Halbinsel Bozburun







Seit Sonntag haben wir unser Etappenziel Ölü Deniz erreicht und unsere ersten Mitfahrer für die einwöchige Schiffsfahrt begrüßt. Auch Otto und Renate sind mit dem Ottomobil wieder zu uns gestossen.


Wir haben gemeinsam bereits zwei schöne Wanderungen und eine ganztägige Bootstour durch die Inselwelt um Fethiye unternommen.

Blick auf die verlassene griechische "Geisterstadt" Karaköyu





Bucht von Fethiye





Der berühmte Katalogblick auf Lagune und Strand von Ölü Deniz auf einer Wanderung aus etwa 500 m Höhe, dabei begleiten uns Paraglider, die vom Berg Baba Dag aus 1.900 m Höhe bis auf den Strand gleiten.













Freitag, 26. September 2008

Moppel zeigt türkische Bilder


Hier wollen wir die fehlenden Bilder nachreichen :



Festung Kilitbahir an den Dardanellen



das trojanische Pferd - in Canakkale, gefiel uns besser als in Troja selbst

neun Städte übereinander
unser schöner, einsamer
Stellplatz
Alexandreia Troas
Bogenbrücke von Assos
weiter Blick von der Akropolis Assos
Pergamon
Von Pergamon zog es uns wieder ans Meer nach Foca